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Messungen am Mahnmal St. Nikolai in Hamburg

⚡️ Durch einen Blitz am 17. September 2017 ist das Ultraschallanemometer für die Windmessung auf der Turmspitze vermutlich zerstört worden. Es lässt sich kein Kontakt mehr zu dem Gerät herstellen und ein Austausch ist auf absehbare Zeit, bis zur nächsten Turmsanierung, nicht möglich. Inzwischen laufen aber die drei Temperatursensoren auf unterschiedlichen Höhen wieder und auch der Luftdruck wird weiterhin gemessen.

Seit April 2015 betreiben das Meteorologische Institut der Universität Hamburg und das Max-Planck-Institut für Meteorologie  am 147 m hohen Turm der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai an der Willy-Brandt-Straße in der Hamburger Innenstadt eine wissenschaftliche Messanlage zur Erforschung der atmosphärischen Grenzschicht im urbanen Raum. In einer ersten Messphase während der Sanierung des Turms 2015 bis 2017 befand sich dazu an der Turmspitze ein 3D-Ultraschall-Anemometer für Wind- und Turbulenzmessungen. Weitere Sensoren für Lufttemperatur und Feuchte befanden sich in sieben Höhen von 2 bis 147 m am Gerüst und lieferten ein Temperatur- und Feuchteprofil. Ergänzend wurde am Boden noch der Luftdruck gemessen. In der aktuellen Messphase wird im oberen Teil des Turms in drei Höhen (96, 111 und 123 m) die Lufttemperatur gemessen, zudem in einem Raum in 71 m Höhe der Luftdruck. Die Windmessung auf der Spitze ist durch einen Blitz leider zerstört worden.

Mehr Informationen: Bericht im Hamburger Abendblatt am 6. Mai 2015 „Sie sind am Puls der Hamburger Höhenluft“ .

Auf dieser Seite finden Sie die aktuellen Messwerte sowie Grafiken für die vergangenen zwei Tage. Bedingt durch die Datenübertragung und -aufbereitung erfolgt die Aktualisierung etwa 20 bis 30 Minuten verzögert. Der Zeitpunkt der Messung ist unter jedem Wert angegeben.

Aktuell: Im Februar 2019 konnten auch die beiden noch fehlenden Temperatursensoren in 111 und 123 m Höhe wieder in Betrieb genommen werden. Die Chance, die Windmessung wiederzubeleben, ist praktisch null, da hier der Blitz vermutlich direkt in das Anemometer eingeschlagen ist. Selbst auf den letzten Metern haben wir keinen Kontakt und das Gerät auf dem goldenen Kreuz ist für Reparaturen oder Austausch nicht erreichbar.

Die Messanlage am Nikolaiturm wird, wie der Wettermast Hamburg, betreut von der Arbeitsgruppe Atmosphärenmessungen und Prozessmodellierung von Prof. Felix Ament.

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Aktuelle Werte

     


Zeitreihen, 2 Tage



Höhenprofile

Nikolaiturm und Wettermast im Vergleich

Werte vom Nikolaiturm (NIK) und Wettermast Hamburg (WMH).



Betriebsüberwachung


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Fotos: Ingo Lange (2), Michael Offermann